Osteopathie bei Gebissstörungen und Zahnproblematik

 

Essen, Kauen und gesunde Zähne- das alles gehört zusammen.

Gesunde Zähne sind wichtig fürs Sprechen, fürs reibungslose Schlucken und Atmen. Wer gut kaut, sorgt für eine gesunde Verdauung. Was die Wenigsten wissen: Die Zähne sind beteiligt an einer harmonischen Körperhaltung. Und nicht zuletzt: Mit gesunden Zähnen lacht es sich schöner, sie unterstützen Kinder bei ihrer sozialen Entwicklung, und vieles mehr. Gesunde Zähne sind ein Stück Lebensqualität.


Zähne sind das A und O: mit ihnen bewerkstelligen wir das Kauen als Anfang des Verdaungsprozesses, und sie sind der Endpunkt eines komplizierten biomechanischen Kettensystems aus Knochen, Faszien und Membranen.

Osteopathie kann auch in diesem Bereich hilfreich sein. Spezial ausgebildete Osteopathen kennen Mechanismen, die einer Gebissfehlstellung entgegenwirken können.

Oft geschieht es schon bei der Geburt: Knochen- und Membranen-Spannungen sind eine häufige Ursache von Dysfunktionen im Mundbereich. Für Mutter und Kind ist die Geburt etwas ganz Natürliches, ist aber gleichzeitig eine extreme Belastung. Der Körper des Kindes wird dabei hohen physikalischen Kräften ausgesetzt.

Der Vorgang einer ganz normalen Geburt kann tiefgreifende Spuren hinterlassen. Immerhin drückt die Gebärmutter den Schädel des Kindes um bis zu zwei Zentimeter im Durchmesser kegelförmig zusammen. Der Widerstand des Damms bei der Drehung in der Beckenhöhle lässt einzelne Schädelknochen sich übereinander schieben.
 Die Geburt des Kopfes durch den engen Beckenausgang kann die Knochen der Schädelbasis und mit ihnen die dazwischen liegenden zahlreichen Durchgänge für Blut- und Nervenbahnen zusammenstauchen. Kehren die Knochen der Schädelbasis danach nicht in ihre ursprüngliche Lage zurück, bleiben oft auch die Blut- und Nervenbahnen in ihrer Funktion beeinträchtigt. Verschieben sich auch die Achsen bei Kiefergelenk, die Oberkiefer Knochen rotieren gegeneinander und Fehlbiss, Deviationen bei Milch- und Festen Zehnen ist vorprogrammiert.

Eine Bisskorrektur heißt nicht nur, die Zähne grade zu biegen. Unser Organismus ist ein vernetztes System und das braucht eine ganzheitliche System-Korrektur. Osteopathie kann schon gleich nach Geburt eingesetzt werden.  

Kopf und Gesicht wachsen innerhalb des ersten Lebensjahres sehr schnell. Danach aber ossifizieren die Schädelknochen in großen Teilen bis zum 5. Und 6. Lebensjahr. Während dieser Phase können die Knochen- und Membranen-Spannungen abgebaut und Harmonie angebahnt werden.

Je früher die osteopathische Behandlung einsetzt, desto größer die Chance, spätere negative Kieferentwicklungen einzudämmen oder zu verhindern. Leider ist das System von osteopathischen Vorsorgeuntersuchungen noch nicht sehr ausgebreitet.

Auch ältere Kinder können unterstützt werden, bevor die kieferorthopädische Behandlung einsetzt: Vor Beginn der empfehle ich den Gang zum Osteopathen, der zunächst vorbereitend behandelt und später die Maßnahmen des Kieferorthopäden begleitet. Damit sind die Ergebnisse der Gebisskorrektur stabiler, was natürlich die Kinder und die Ärzte freut.



Kiefergelenkstörungen
Craniomandibuläre Dysfunktionen bei Erwachsenen – kurz CMD - bezeichnet die Auswirkungen einer Fehlstellung zwischen Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula).

Symptomatik:

  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen beim Kauen
  • Knackgeräusche beim Kauen oder Gähnen
  • Überempfindliche Zähne
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Ohrenschmerzen oder Ohrgeräusche 
  • Milch-oder Neue- Zähne wachsen schief
  • Ober- und Unterkiefer treffen  nicht in der idealen Position aufeinander


Schon geringe Abweichungen genügen, um das hochsensible und äußerst komplexe optimale Funktionieren des Kausystems und der benachbarten Strukturen zu beeinträchtigen. Da die Muskeln des Kausystems über Funktionsketten mit der Wirbelsäulenmuskulatur in Verbindung stehen, gehen die CMD-Symptome häufig über den Bereich des Kopfes hinaus. Daher können Nacken-/Schulterverspannungen, Blockierungen der Halswirbelsäule oder ein Beckenschiefstand auftreten.
Nach Auswertung der Diagnoseuntersuchung erfolgt die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans. Hierbei werden unterschiedliche Therapieverfahren und begleitende Maßnahmen ein.
Ursachen von CMD Dysfunktion können von Zähnen oder von Rest des Körpers kommen.
Da ist die Therapie auch unterschiedlich.
Da wo die Ursache von Zähnen kommt (ausgelöst z.B. durch Zahnfehlstellungen, gezogene Zähne, bei Behandlung mit Zahnspangen, fehlerhafte Zahnkronen/Zahnersatz) muss zuerst der Zahnarzt, Kieferorthopäde, oder Kieferchirurg angreifen. Ansonsten fängt Osteopath mit Behandlung an.
 Aus Sicht des Osteopathen ist es auch im Erwachsenenalter wichtig,
Kieferorthopädische Behandlungen, wie z.B. Anpassung einer Bissschiene oder
Okklusionausgleich, immer in  Begleitung einer osteopathischen Behandlung
durchzuführen. Das harmonisiert den gesamten Körper.

Was ich schon am Anfang erwähnte, hat ein harmonisches Gebiss Korrelationen
mit der Entwicklung von Zunge und Schluckmechanismus, mit der Atmung und der
Immunität im HNO Bereich, mit Sprachentwicklung, mit Augen und
Visus-Harmonie, mit der gesamten Körperstatik, also mit vielen Qualitäten in
unserem Leben.


Beziehung zwischen Zähnen und gesamten Körper.
Jeder  Zahn hat Beziehung zur bestimmten Körperregion, Organ, Muskeln, Gelenk, Emotion usw. Die beeinflussen sich auch gegenseitlich. Das heißt,  ein geschwächtes Organ kann auch entsprechende Zahn beeinflussen und seine Immunität schwächen. Das kann auch in andere Richtung wirken. Ein kranke Zahn oder ein Herd um den Zahn kann an Organen Gesundheitsprobleme verursachen. Dann es ist voll möglich ein Knieschmerz auf Grund von krankem Zahn, ein Herd um den Zahn oder von fehlendem Zahn zu haben!!!!Hier sind die wichtigsten Beziehungen in Tabellenform:

Zähne oben1 2
3 45 6 7
8
Zähne unten 123 6
7 4
8
Meridiane       

Blase

Niere

Urogenital

Leber

Gallenblase

Lunge

Dickdarm

Magen

Milz/ Pankreas 

Herz

Dünndarm

Kreislauf

Gewebe Knochen

Muskeln

Sehnen

Haut/Nägel

 Körperhaare

Bindegewebe
 Schleimhäute
Sinnes-organ Ohr
Auge
Nase
 Mund Zunge
Verlauf

 Beine

 Rumpf mittig

 Beine

 Rumpf seitlich

 Arme

Hals

 Beine

Rumpf

 Arme

Hals

Chinesische Elemente  Wasser Holz
 MetallErde
Feuer
Chinesische Eigenschaft Kälte
Wind
Trockenheit
Feuchtigkeit
 Hitze
Emotionen

 Angst

 Furcht

Zorn

Wut

Trauer

Kummer

 Grübeln

Sorgen

 Freude

Hektik